Bautagebuch Polarium

Vor mehr als 50 Jahren wurde mit dem Bau der Bärenburg begonnen. Galt sie damals als eine der modernsten und größten in ganz Europa, entsprach die Anlage mittlerweile nicht mehr den Anforderungen an eine artgerechte Tierhaltung. Mit dem POLARIUM steht jetzt ein vielversprechendes Zukunftsprojekt vor dem Baustart. Um den Tieren mehr Platz und Abwechslung bieten und den Besuchern besondere Einblicke in die Lebenswelt der Tiere am Polarkreis ermöglichen zu können, entsteht im Zoo Rostock eine neue Anlage für die Eisbären und Pinguine. An dieser Stelle informieren wir Sie aktuell über den Baufortschritt und wichtige Meilensteine auf dem Weg zum POLARIUM.

Abriss der historischen Bärenburg

Januar 2017

Der Abriss der historischen Bärenburg läuft auf Hochtouren. Für die Räumung des Baufeldes sind zwei regionale Unternehmen verantwortlich: die Werges GmbH Kröpelin und die Pommern Natura GmbH aus Sassen-Trantow. Insgesamt werden bis Mitte März knapp 6.000 Kubikmeter Schutt abtransportiert, 1.000 Kubikmeter allein durch den Abriss der Wassergräben und 2.000 Kubikmeter durch das Bärenhaus. Der Abriss ist voraussichtlich Mitte März abgeschlossen.

Der Bauantrag wurde bereits eingereicht. Ziel ist, dass die Rohbauten bis zum Einbruch des Winters stehen. Gebaut werden insgesamt drei Gebäudekomplexe: für die Eisbären, die Pinguine und das Besucherzentrum mit Einblicken in das Eisbärengehege und einem Ausstellungsraum mit mehreren Quallenkreiseln und Aquarien.




Februar 2017

Die Gebäude auf dem 1,2 Hektar großen Gelände sind mittlerweile alle abgerissen, darunter die Eisbären-Mutter-Kind-Anlage, das Pinguin-Haus und die Gehege der Nasenbären. Derzeit frisst sich der Bagger durch die Traversen auf der Eisbärenanlage. Mitte März werden die Arbeiten abgeschlossen sein.

Der ehemalige Wasserturm auf der alten Anlage der Eisbären ist das einzige Gebäude, das auf der aktuellen Großbaustelle im Rostocker Zoo stehen bleiben wird. Das Storchennest, das einstige Wahrzeichen soll erhalten bleiben und wird in die neue weitläufige Anlage der Eisbären integriert. Statt Wasser wird der Turm aber nur noch Schatten spenden. Auch auf ein Storchenpaar hoffen wir.



Das Video zeigt die Baustelle zum POLARIUM einmal aus einer ganz besonderen Perspektive:

März 2017

Der Zoo Rostock hat aufgrund aktueller Entwicklungen gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium MV und der Hansestadt Rostock den Investitionsplan für das POLARIUM angepasst. Der Rahmen für die Investitionskosten wurde von 9,75 auf 11,5 Millionen Euro gedeckelt. Das Wirtschaftsministerium übernimmt dabei 90 % der förderfähigen Kosten.  Hintergrund für die Investitionsplananpassungen am POLARIUM ist vor allem die Steigerung des Baukostenindex, der in der vier Jahre alten Kostenschätzung noch nicht berücksichtigt werden konnte. Mehraufwendungen kommen künftig generell auf zoologische Einrichtungen im Zusammenhang mit der Vogelgrippe zu. Hiervon sind auch die Pinguine betroffen, die zusammen mit den Eisbären eine neue Heimstätte im POLARIUM finden sollen.  Auch das Sicherheitskonzept ist noch einmal überarbeitet worden.


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