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Jo, tierische Zoo-Persönlichkeit
Eine Wiese für den Grauen
Aber untätig blieb er nicht, erledigte kleine Aufgaben, die ihm besonders lagen. Wenn ein anderes Tier separat gehalten werden musste, nach einer veterinärmedizinischen Behandlung beispielsweise, war Jo zur Stelle. Mit seiner ruhigen, kaum zu erschütternden Mentalität leistete er dem verängstigten Mitbewohner Gesellschaft. Denn für Herdentiere bedeutet Isolation enormen Stress.
Ansonsten machte Jo frei, wurde rücksichtsvoll behandelt und bald auch ein sehr beliebtes Patentier. Was ihm allerdings fehlte, war eine schöne große Wiese.
Senioren-Job bei Affen
Im Sommer 1997 wurde das Husarenaffen-Wanderu-Haus mit weitläufigen Grünflächen eingeweiht. Sie bieten den Affengruppen vielfältige Abwechslung und gefallen den Besuchern. Einen „englischen Rasen“ strebte zwar keiner an, aber schon der folgende Sommer zeigte, dass ein Gärtner gebraucht wird. Da hatten die Tierpfleger die treffende Idee - Jo übernimmt das Mähen! Seitdem wurde er von der Kamelanlage zum Affenhaus geführt und pflegte den Rasen auf seine Weise. Er fraß was ihm mundete, ließ ihn wachsen, wenn die Wiesenkräuter nicht nach seinem Geschmack waren.
Der Kreis schließt sich
Nach getaner Arbeit wartete Jo schon darauf, wieder nach Hause gebracht zu werden. Zwischen seinem Hin- und Rückweg gab es nur einen Unterschied: morgens ging der Tierpfleger voran, abends auf dem Weg in den Stall war Jo der Vorgänger. Doch dieses vertraute Bild bot sich den Zoobesuchern immer seltener.
Jetzt ist der altehrwürdige Jo die meiste Zeit auf der Kamelanlage zu sehen, bleibt in der ihm vertrauten Umgebung, wo 1982 sein Leben im Rostocker Zoo, als er gerade drei Jahre alt war, begonnen hat.
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