Dass zu einem Zoologischen Garten nicht nur Tiere gehören, sagt schon der Name. Die Bewohner des Zoogeländes – Tiere und Pflanzen – bilden eine Einheit und machen den Zoo zu etwas ganz Besonderem. Denn was wäre er ohne seine Botanik, die historischen Rhododendren und die anderen Blütengehölze, Frühblüher und Dahlien, die vom Frühjahr bis weit in den Herbst hinein Farbe in die Parkanlage zaubern? Wie sollte man einen Zoo, die Tieranlagen und die dort nachempfundenen Lebensräume der Bewohner gestalten ohne Grün, ohne Bäume und andere Pflanzen? Das Zeitalter der Menagerien, der Ausstellung exotischer Tiere in Käfigen, ist lange vorbei. Und obgleich man einen Zoo besucht, um Tiere zu beobachten, macht auch die wunderschöne Parkanlage für viele unserer Besucherinnen und Besucher den Reiz des Zoos aus.
Schon die Geschichte des Rostocker Zoos beginnt mit seinen botanischen Schätzen. Mit dem Dienstantritt von Stadtförster Schramm bringt dieser auf dem Gelände des einstigen „Dendrologischen Gartens an der Trotzenburg“ zahlreiche Eichen und Buchen in den Wald ein und pflanzt zudem fremdländische Bäume, um die Gehölzsammlung zu erweitern. Im Jahr 1889 beispielsweise den imposanten Mammutbaum am einstigen Ententeich – heute das älteste Lebewesen im Zoo Rostock. Hier beginnt unser Spaziergang durch die weitläufige Parklandschaft.