Nach dem Sie in Teil 1 unserer Serie Bekanntschaft mit den Sandregenpfeifern gemacht haben und gelernt haben, warum ihr Bestand bedroht ist. Haben Sie in Teil 2 ihre Reise aus dem Ei und bei den ersten Schritten begleitet. Heute wird es emotional. Wir nehmen Sie mit zu dem Moment, auf den wir alle so lange hingearbeitet haben: den Tag der Auswilderung.
Ein Morgen mit Gänsehaut
Es ist früh am Morgen, der Wind bläst über das Gelände des Zoo Rostock und die Möwen drehen lautstark ihre Runden. Doch die eigentlichen Stars des heutigen Tages sind viel kleiner. Im Hintergrund wuselt das Team aus Tierpfleger*innen und den Expert*innen des NABU Mittleres Mecklenburg mit der Fachgruppe Ornithologie Rostock geschäftig hin und her. Die Transportboxen stehen bereit. In ihnen sitzen unsere aufgezogenen Sandregenpfeifer – wohlgenährt, gesund und bereit für das echte Leben da draußen.
Nächster Halt: Ostseestrand
Die Fahrt führt uns an den Strand von Riedensee. Hier haben die Vögel die besten Chancen, ungestört in ihr neues Leben zu starten. Die Sandregenpfeifer sollen die Gelegenheit haben, sich in ihrer neuen Umwelt einzufinden. Zu diesem Zweck wurde ein mobiler Auswilderungskäfig am Strand aufgestellt. Hier können die kleinen Küstenvögel sich zunächst mit den Gegebenheiten vor Ort vertraut machen und an ihre natürliche Nahrung gewöhnen. Hier bleiben sie erstmal für 24 Stunden und werden währenddessen rund um die Uhr vom Projektteam überwacht.