Wenn Sie „Feuchtgebiete“ hören, dann denken Sie erstmal an modrige Tümpel und Mückenplagen? Dann unterschätzen Sie dieses Thema aber gewaltig! Feuchtgebiete sind so viel mehr!
Dazu gehören u.a.
- Sümpfe, Moore und Torflandschaften (die effektivsten CO2-Speicher der Welt!)
- Küstengebiete, einschließlich Mangrovenwälder
- Flussauen, Seen und Deltas
- Korallenriffe (ja, auch sie zählen im weiteren Sinne zu den aquatischen Ökosystemen)
- Künstliche Gewässer wie Gartenteiche und Stauseen
Sie sind die Nieren unserer Erde. Sie filtern Wasser, schützen uns vor Hochwasser, speichern Kohlenstoff und sind die Kinderstube für unzählige Tierarten.
Die bittere Realität
Die wahren Superhelden unseres Planeten sind demnach oft die Gebiete, die oft übersehen, trockengelegt oder als „nutzlos" abgetan werden.
Die European Association of Zoos and Aquaria (EAZA) hat das erkannt und widmet daher ihre neue Kampagne genau diesem Thema. So heißt es also in den kommenden zwei Jahren „Wetlands for Life".
Die EAZA schlägt Alarm und das aus gutem Grund. Wussten Sie, dass Feuchtgebiete dreimal schneller verschwinden als Wälder? Seit 1700 haben wir weltweit fast 90% dieser Lebensräume verloren. Sie werden trockengelegt für Landwirtschaft, zugebaut für Städte oder durch den Klimawandel zerstört.
Mit ihnen verschwinden faszinierende Arten: Ob Fischotter, Zwergflusspferde, über Kraniche, Flamingos bis hin zu Hochlandkärpflingen.