Eine Maßnahme, die zum Schutz der Mütter und ihrer Jungtiere in den Wurfhöhlen von hoher Bedeutung ist. Ein weiteres Projekt sieht die Überwachung der Wurfhöhlen in Svalbard vor. In der Region ist seit einiger Zeit ein dramatischer Rückgang des Meereises zu verzeichnen. Hinzu kommen vermehrt Störungen der Tiere durch die Menschen, über deren Auswirkungen noch wenig bekannt ist. In der Konsequenz der äußeren Einflüsse zeigt sich, dass es weniger Wurfhöhlen gibt und die Mütter und ihre Kinder diese in schlechterem gesundheitlichem Zustand verlassen. Ziel des Projekts zur Überwachung der Höhlen mittels spezieller Kameras ist es, die Bedürfnisse der Eisbärenfamilien zu verstehen und das Verhalten der Eisbären während der Winterruhe zu dokumentieren. Weiterhin befasst sich eine dreijährige Studie mit der genetischen Struktur einer Teilpopulation der Eisbären in der Barentsee rund um Spitzbergen. Das Gebiet wird üblicherweise von einheimischen Eisbären, die ganzjährig auf der Inselgruppe bleiben, sowie von Tieren auf Wanderschaft genutzt. Der starke Verlust des Meereises in diesem Gebiet lässt eine verstärkte Isolation der heimischen Eisbären und damit einen geringeren Genaustausch erwarten. Die eingeschränkte Interaktion zwischen verschiedenen Populationen führt vermehrt zu Inzucht. Zudem bedeutet der starke Wandel der Gegebenheiten vor Ort Änderungen für die Eisbären in Bezug auf ihre Bewegung, ihre Beute, ihre Schlafplätze und ihre Paarungsmöglichkeiten, was wiederum Auswirkungen auf ihre Gesundheit, die Fortpflanzung uvm. hat.