Der Zoo Rostock beherbergt mit 6.500 Tieren aus 500 Arten eine große Vielfalt an tierischen Zoobewohnern. Ganz mühelos kann man so an einem Tag eine kleine Weltreise unternehmen. Aber wenn wir ganz ehrlich sind, dann leben im Zoo tatsächlich noch sehr viel mehr Tiere, aber eben nicht immer innerhalb eines Geheges.
Die reichhaltige Vegetation fördert auch die Vielfalt abseits der Tierhäuser. Und mit der Frage, was sich da eigentlich so alles finden lässt, beschäftigen sich regelmäßig Studierende des Fachbereichs Biologiedidaktik der Universität Rostock. Als Teil des Projekts „Forschendes Lernen – Entwicklung eines Unterrichtsmodells" untersuchen die Studierenden unter der Leitung von Prof. Dr. Carolin Retzlaff-Fürst, dieses Mal tatkräftig unterstützt von Dr. rer. nat. Martin Feike, drei Monate lang die „heimlichen Zoobewohner", die nur selten jemand zu Gesicht bekommt.
Mitte Juli 2026 stellten die Projektteilnehmenden ihre Ergebnisse im Zoo vor.
Kaum zu übersehen: Möwenpopulation im Zoo Rostock
Zugegeben die erste untersuchte Tierart gehört eher nicht zu den unentdeckt lebenden Tieren. An 4 markanten Standorten im Zoo wurde das Auftreten von Silber-, Lach- und Sturmmöwen untersucht. Das Hauptaugenmerk lag hierbei auf der Frage inwiefern die Fütterungszeiten und Standorte, der im Zoo gehaltenen Tiere, das Auftreten der wilden Möwen beeinflussen. Dabei wurden vor allem am Eisbärgehege unmittelbar vor, während und direkt nach den Fütterungen ein erhöhtes Auftreten von bis zu 35 Möwen nachgewiesen.