Anlässlich des World Waterfowl Day am 17. Januar rücken wir heute eine Tiergruppe ins Rampenlicht, die häufig eher unbeachtet bleibt: Wassergeflügel.
Mehr als 170 Arten von Enten, Gänsen, Schwänen und Wehrvögeln gehören zur Gruppe der Wasservögel. Sie leben in oder in der Nähe von Feuchtgebieten, Flüssen, Seen und Küsten und kommen auf allen Kontinenten der Welt vor - mit Ausnahme der Antarktis.
Wasservögel sind ideal an das Leben an und im Wasser angepasst. Aber das erfordert viel Arbeit und Hingabe. 25 % ihres Tages verbringen sie deshalb mit Baden und Putzen. Wasservögel haben eng ineinandergreifende Konturfedern, die einen dichten äußeren Schutzschild gegen Feuchtigkeit bilden. Diese überziehen sie mit Öl aus der Burzeldrüse und erhalten dadurch eine nahezu perfekte wasserdichte Schicht, die Wasser von der Oberfläche einfach „abperlen“ lässt.
Aber trotz ihrer Anpassungsfähigkeiten und weltweiten Verbreitung ist auch ihr Lebensraum gefährdet. Einige Wassergeflügelarten gelten inzwischen als gefährdet.
Warum ist dieser Tag so wichtig?
- Wächter der Wasserqualität:
Wassergeflügel reagiert sehr empfindlich auf Umweltveränderungen. Geht es den Vögeln schlecht, ist das oft ein erstes Warnsignal dafür, dass mit unseren Gewässern etwas nicht stimmt. Sie sind wichtige Bioindikatoren. - Gärtner der Natur:
Durch ihre Wanderungen und Ernährungsgewohnheiten transportieren sie Samen und Nährstoffe über weite Strecken. Sie helfen dabei, die Pflanzenwelt in und um Gewässer im Gleichgewicht zu halten. - Schutz der Feuchtgebiete:
Der Schutz von Wassergeflügel geht Hand in Hand mit dem Erhalt von Feuchtgebieten. Diese Lebensräume sind essenziell für den Klimaschutz (als CO2-Speicher) und den Hochwasserschutz – verschwinden die Vögel, verlieren wir oft auch diese wertvollen Biotope.
Sie wollen mehr über den World Waterfowl Day erfahren? Dann besuchen Sie die offizielle Webseite www.waterfowlday.org
(Hinweis: Diese Seite ist ausschließlich in Englischer Sprache verfügbar).