18. Mai 2026
Der Zoo Rostock stellt am 21. und 22. Mai den internationalen Natur- und Artenschutz in den Mittelpunkt. Mit den „Tagen des Artenschutzes und der Biodiversität“ erwartet Besucherinnen und Besucher ein vielfältiges Programm mit Mitmachaktionen, Informationsständen, Vorträgen und exklusiven Einblicken in die wissenschaftliche Arbeit moderner Zoos. Gemeinsam mit zahlreichen Partnerorganisationen möchte der Zoo auf die Bedrohung vieler Tier- und Pflanzenarten aufmerksam machen und zeigen, wie jeder Einzelne zum Erhalt der biologischen Vielfalt beitragen kann.
Während sich der Artenschutztag des Rostocker Zoovereins am 21. Mai insbesondere an Schulklassen richtet, steht der Landeszootag der Biodiversität am 22. Mai ganz im Zeichen von Familien und interessierten Gästen jeden Alters. Beide Aktionstage verbinden Wissen, Begegnung und praktische Umweltbildung auf anschauliche Weise.
„Wissenschaftlich geführte Zoos sind heute weit mehr als Orte der Tierhaltung. Sie tragen weltweit zum Erhalt bedrohter Arten bei, fördern Forschung und Umweltbildung und unterstützen konkrete Naturschutzprojekte vor Ort. Angesichts des fortschreitenden Artensterbens und der Folgen des Klimawandels ist dieses Engagement wichtiger denn je “, betonte Zoodirektorin Antje Angeli. „Wir freuen uns auf viele neugierige Besucherinnen und Besucher, die die faszinierende Biodiversität entdecken und erfahren möchten, wie sie selbst zum Natur- und Artenschutz beitragen können.“
Am Donnerstag, dem 21. Mai, veranstaltet der Rostocker Zooverein von 9 bis 15 Uhr seinen diesjährigen Artenschutztag. Im Fokus stehen bedrohte Tier- und Pflanzenarten aus aller Welt – von Orang-Utans und Gorillas bis hin zu Baumkängurus und heimischen Küstenvögeln. Für Schulklassen und interessierte Besucherinnen und Besucher bietet der Artenschutztag ein abwechslungsreiches Programm mit interaktiven Aktionen und spannenden Gesprächen mit Expertinnen und Experten.
Entlang der Eichenallee werden unter anderem die Tenkile Conservation Alliance mit ihrem Schutzprojekt für Baumkängurus in Papua-Neuguinea und Polar Bears International zum Schutz der Eisbären vorgestellt. Der NABU Mittleres Mecklenburg ist mit Informationen zum Sandregenpfeifer-Projekt vor Ort. Ergänzt wird das Angebot durch den BUND, die Ökologischen Dienste Ortlieb sowie zahlreiche weitere Organisationen und Vereine.
Vor dem Darwineum informieren Studierende der Universität Rostock über die Welt der Insekten. Zudem gibt das Hauptzollamt Stralsund Einblicke in die Überwachung der Einfuhr geschützter Tiere und Pflanzen. Im Seminarraum des Darwineums stellen sich unter anderem der Berggorilla & Regenwald Direkthilfe e.V., Plumplori e.V. sowie Orang-Utans in Not e.V. vor.
Auch die wissenschaftlichen Mitarbeitenden des Zoos geben Einblicke in ihre Arbeit und aktuelle Artenschutzprojekte. Vogel-Kurator Jonas Homburg berichtet über das Engagement des Zoos für den bedrohten Sandregenpfeifer, Aquaristik-Kurator Dr. Jens Bohn spricht über Artenschutz in der Süßwasser-Aquaristik und Citizen Conservation, während Säugetier-Kuratorin Daniela Lahn das Wisent-Auswilderungsprojekt in Aserbaidschan vorstellt.
Am Freitag, dem 22. Mai, beteiligt sich der Zoo Rostock am landesweiten „Landeszootag der Biodiversität“. Insgesamt 15 Zoos, Tiergärten und Aquarien in Mecklenburg-Vorpommern setzen an diesem Tag gemeinsam ein Zeichen für den Erhalt der biologischen Vielfalt.
Von 10 bis 15 Uhr präsentiert der Zoo Rostock ein abwechslungsreiches Programm mit Informationsständen, Führungen und Mitmachangeboten für Groß und Klein. Im historischen Zooteil können Gäste mehr über die vom Zoo unterstützten Projekte Polar Bears International und Sphenisco – Schutz des Humboldt-Pinguins e.V. erfahren. Im erweiterten Zooteil am Barnstorfer Ring stehen unter anderem der geöffnete Bienenwagen, die internationale EAZA-Kampagne „Wetlands for Life“ sowie das „Zootier des Jahres 2026“, der Kronenkranich, im Mittelpunkt.
Besonderes Augenmerk gilt dabei auch den globalen Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen. Das Nachhaltigkeitsmobil vermittelt die 17 UN-Nachhaltigkeitsziele mit Experimenten, Mitmachangeboten und interaktiven Überraschungsboxen anschaulich und verständlich.
Darüber hinaus geben die Kuratorin und Kuratoren des Zoos Einblicke hinter die Kulissen moderner zoologischer Arbeit. So erläutert Säugetier-Kuratorin Daniela Lahn die wissenschaftlichen Anforderungen bei Planung und Bau moderner Tieranlagen am Beispiel der neuen Robbenanlage. Vogel-Kurator Jonas Homburg berichtet über die Gefährdung von Küstenvögeln und die Artenschutzarbeit des Zoos für Sandregenpfeifer, Weißkopfruderente und weitere Arten. Dr. Jens Bohn nimmt die Besucherinnen und Besucher schließlich mit in die Welt nachhaltiger Aquaristik und erklärt die Bedeutung von Wildfängen, Nachzuchten und wissenschaftlicher Forschung für den Schutz aquatischer Lebensräume.
Mit den beiden Aktionstagen möchte der Zoo Rostock nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Begeisterung für den Natur- und Artenschutz wecken. Ziel ist es, Menschen jeden Alters dafür zu sensibilisieren, wie eng Biodiversität, Klimaschutz und das eigene Handeln miteinander verbunden sind.