Blattschneiderameise

  • Verwandtschaft: Hautflügler → Ameisen
  • Lebensraum: Savannen und Regenwälder
  • Ernährung: selbstgezüchteter Pilz
  • Lebenserwartung: 15 Jahre (Königin)
  • Lebensweise: in großen Kolonien

Blattschneiderameise

Es wirkt wie ein heilloses Durcheinander und doch steckt ein perfekt ausgeklügeltes System dahinter: Die Blattschneiderameisen betreiben mit straffer Arbeitsteilung eine Pilzfarm. Die fein zerkauten Blattstücke dienen sozusagen als Baumaterial für den gezüchteten Pilz, der Nahrungsgrundlage für die Kolonie ist.
Die sogenannten Knotenameisen schneiden im Akkord Blattstücke, die anschließend von den Trägerinnen abtransportiert werden. Am Bau übergeben diese die Blattstücke an ihre Artgenossen, die das Material in den Bau bringen. Hier sind andere Arbeiterinnen dafür zuständig, die Blattstücke weiter zu zerkleinern und zu einem Brei zu verarbeiten, den sie mit Kot düngen. Weiterhin werden dem Brei selbst produzierte Wachstumshormone und Pilzfäden beigemengt. Bestimmte Bakterien, die antibiotische Stoffe absondern, schützen vor Krankheiten und dem Überwuchern durch andere Pilze.

Ein Schlafzimmer für die Königin

Die Königin hat ein Gewicht von etwa 6 Gramm und wird rund 25 Millimeter groß. Sie bewohnt eine zentrale Kammer im Inneren des Pilzes und ist dort ständig von Helferinnen umgeben. Hier befinden sich auch die Brut und die Larven. Damit das Nest immer sauber bleibt, wird alles Entbehrliche aus dem Nest entfernt und in dafür vorgesehene Kammern oder außerhalb des Nestes abgelegt. Wächterinnen sorgen dafür, dass keine ungebetenen Gäste in das Nest gelangen. Entsprechend ihrer Aufgaben unterscheiden sich die verschiedenen Mitglieder der Ameisenkolonie in ihrem Körperbau. Im Darwineum können Sie die Acromyrmex octospinosus bei ihrer Arbeit beobachten. Dabei handelt es sich um eine kleine Art der Blattschneiderameisen, die ihre Heimat in den Savannen und Regenwäldern Südamerikas hat.

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