Gemeiner Krake

Gemeiner Krake
  • Verwandtschaft: Kraken → Echte Kraken → Oktopusse
  • Lebensraum: Bodenzonen der Meere und Ozeane
  • Ernährung: Krebse, Muscheln, Krabben und Fische
  • Lebensweise: Einzelgänger
  • Brutdauer: in Abhängigkeit der Wassertemperatur 30 - 65 Tage

8-armige Meeresbewohner

Der gemeine Krake kommt auf der ganzen Welt vor – im Mittelmeer wie im Atlantik. Ihren Lebensraum haben die dämmerungs- und nachtaktiven Tiere dabei in den Bodenzonen der Meere und Ozeane. Mit ihren 8 gleichlangen Fangarmen, die in zwei Reihen mit Saugnäpfen besetzt sind, bewegen sie sich hier kriechend fort. Muss es einmal schnell gehen, nutzen sie das Rückstoßprinzip. Durch das Herausstoßen des Wassers aus ihrer Mantelhöhle flüchten sie schnell mit dem Körper voran. Ihre Tentakeln dienen dem Kraken dabei nicht nur zur Fortbewegung sondern auch als Tast- und Greiforgan. Die sogenannten Kopffüßer haben in der Regel einen Lieblingsarm, den sie häufiger benutzen als die sieben anderen. Da die Kraken kein Skelett haben, sind sie besonders beweglich und finden noch in den kleinsten Höhlen und Spalten Unterschlupf.


Intelligente Einzelgänger

Kraken sind sehr intelligent und verfügen über ein hochentwickeltes Nervensystem. Ihr leistungsfähiges Gehirn und die ausgeprägten Sinnesorgane machen die Tiere neugierig und lernfähig. Als ausgesprochene Einzelgänger verhalten sich Kraken Artgenossen gegenüber sehr feindselig. Nur zur Paarung kommen die Tintenfische zusammen. Nach der Paarung legt das Weibchen Eier, die es hingebungsvoll bewacht. Auf dem Speiseplan der Kraken stehen Krebse, Muscheln, Krabben und Fische. Bei Gefahr stoßen die Tiere eine Tintenwolke aus, die die Angreifer verwirren soll. Bei einer Lebenserwartung von etwa 3 Jahren lebt mit der drei Monate alten “Ursula” ein sehr junges Tier im Polarium.

Diese und viele weitere Tiere erleben Sie im Zoo Rostock, dem Zuhause für 4.200 Tiere in 430 verschiedenen Arten aus aller Welt.