Zwergflusspferd

  • Verwandtschaft: Paarhufer → Flusspferde
  • Lebensraum: Regenwälder, in der Nähe von Fließgewässern
  • Ernährung: Farne, Wurzeln, Knollen, Kräuter, Blätter, Fallobst, Wasserpflanzen
  • Lebenserwartung: bis 40 Jahre
  • Lebensweise: nachtaktive Einzelgänger
  • Fortpflanzung: ca. 200 Tage Tragzeit

Zwergflusspferd

Zwergflusspferde ähneln ihren großen Verwandten, sind mit einer Größe von rund 1,75 Metern und einem Gewicht von bis zu 250 Kilogramm aber um ein Vielfaches kleiner und leichter. Ein Unterschied zu den großen Flusspferden zeigt sich auch in ihrem Verhalten bei Gefahr: In brenzligen Situationen fliehen sie eher an Land als ins Wasser. Zwergflusspferde sind dennoch gute Taucher und Schwimmer. Um das Eindringen von Wasser beim Tauchen zu vermeiden, können sie ihre Ohren und Nasenlöcher verschließen. An Land schlafen sie viel und ziehen sich dafür gern in die dichte Vegetation zurück.

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Ihre Heimat haben die Zwergflusspferde in Westafrika, wo sie im Regenwald leben. Dabei sind sie auf Wassernähe angewiesen. Da ihre Epidermis, die äußerste Schicht der grauen bis braun-schwarzen Haut, sehr dünn ist und leicht austrocknet, halten sie sich teilweise stundenlang im Wasser auf. Die ausgiebigen Bäder halten die Haut elastisch. Spezielle Drüsen sondern zudem eine rötliche Substanz ab, die vor der Sonneneinstrahlung schützt.
Sowohl die Paarung als auch die Geburt von Zwergflusspferden können an Land und im Wasser stattfinden. Die Jungtiere können sofort schwimmen.
Die nachtaktiven Einzelgänger sind aufgrund von Jagd und dem Verlust ihres Lebensraumes stark gefährdet. In einem Teil ihres Verbreitungsgebiets sind sie bereits ausgestorben, so beispielsweise in Nigeria.

 

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