Unser Zoo - heute, morgen und übermorgen

Leben ist Bewegung – dies hat in vielerlei Hinsicht Bedeutung für den Zoologischen Garten Rostock. Doch wie soll sich der über 120 Jahre alte Zoo in den nächsten Jahren weiterentwickeln? Dazu wurden im Zoo Rostock erstmals fünf neue ambitionierte Projekte vorgestellt, die in den kommenden Jahren verwirklicht werden könnten.

Die vorliegende Ideensammlung zeigt den Weg des Zoologischen Gartens Rostock bis zum Jahr 2040. Im Mittelpunkt aller Projekte stehen der Bildungsgedanke und Artenschutz. Daher soll weiterhin die Kombination aus Naturkundemuseum und Zoo verfolgt werden, wie bereits beim Darwineum (2012) und Polarium (2018). Das Zooteam hat fünf konkrete Projekte entwickelt. Diese umfassen Anlagen für Amur-Tiger und Amur-Leoparden, einen Schaubauernhof mit Wikingerdorf für historische nordische Haustierrassen, ein Afrikaneum für Elefanten, Giraffen und Okapis sowie ein Humboldteum.

Wikingerdorf mit Tierhaltung

Schaubauernhöfe sind Publikumsmagnete in jedem Zoo. Ganz gleich, welche exotischen Tiere auch gehalten werden, üben Ziegen, Schafe, Schweine und Pferde eine ganz besondere Anziehungskraft gerade auf das junge Zoopublikum aus. Viele Bildungsangebote, neue Veranstaltungsformate, aber auch Forschungsprojekte ließen sich auf unserem neuen skandinavischen Bauernhof umsetzen. Mit einer Haltung alter Nutztierrassen erfüllt sich auch der Zoo einen langen Traum.

Passend zur Lage des Zoos im Norden (und zum bereits bestehenden Wikinger-Spielplatz) würden wir uns hier auf nordische Haustierrassen spezialisieren. Das könnten das Telemark Rind, das Rotbunte Husumer Schwein (Dänisches Protestschwein), das Fjällrind oder das Bentheimer Landschaf sein. Alte Haustierrassen nordischer Völker sind auch das Isländische Landnahmehuhn oder die Dänische Landgans.
Prinzipiell soll es aber auch um andere vom Aussterben bedrohte alte Nutz- und Haustierrassen gehen. Zudem könnten eine kleine Streuobstwiese, ein Kräutergarten, aber auch eine gemeinsame „Kochstelle“ wie ein Grillplatz angelegt werden.

Auch das einfache Leben der Wikinger ließe sich auf dem nordischen Bauernhof thematisieren. Den meisten nur als Seefahrer und grobschlächtige Eroberer bekannt, waren die Nordmänner in erster Linie doch auch Bauern, Handwerker, Händler. Die Einfachheit ihres Lebens, das Miteinander beim Nähen, Weben, Töpfern und beim Hüten des Viehs sind gute Anknüpfungspunkte für neue Angebote des Zoos.

Haustiervielfalt in Gefahr

Seit Menschengedenken werden Haustiere gehalten, unzählige verschiedene Rassen wurden gezüchtet. Diese Vielfalt geht durch die Technisierung und Automatisierung der Landwirtschaft mehr und mehr verloren, es droht eine Monokultur auch in der Nutztierhaltung. Dem versuchen verschiedene Vereine entgegenzuwirken, so auch der Verband der Zoologischen Gärten VdZ mit seinem Nutztierrassenprojekt. Der Zoo Rostock strebt eine Zusammenarbeit in Zucht- und Forschungsprojekten an, eine Kooperation mit Privathaltern und Bauernverband. Eine große Chance sehen wir in der Öffentlichkeitsarbeit, Umweltbildung und Aufklärung.

 

Ideensammlung Zoo Rostock
Ideensammlung Zoo Rostock

Lebensraum Amur

Der Amur durchfließt im ostasiatischen Raum weite Gebiete Russlands und Chinas. Er ist über 2.800 Kilometer lang und heißt in den Landessprachen übersetzt „Großer Fluss“ beziehungsweise „Fluss des Schwarzen Drachens“. An den Ufern erstrecken sich Nadelwälder der Taiga bis zu Busch- und Sumpflandschaften der Tundra – es sind Regionen mit einer außerordentlichen Arten- und Lebensraumvielfalt.

Kaum ein anderes Tier symbolisiert ungeheure Kraft, Wildheit und Schönheit, wie der Amur-Tiger. Er durchschleicht katzengleich sein Revier und erlegt seine Beute mit einem blitzschnellen Angriffssprung. Im Unterholz ist er gut getarnt: das charakteristische vertikale Streifenmuster auf orangefarbenem Fell macht den Jäger fast unsichtbar.
Der Zoo Rostock hielt vor langer Zeit schon einmal Sibirische Tiger, wie der Amur-Tiger auch genannt wird. An diese Tradition wollen wir anknüpfen. Schon seit Längerem haben wir dafür ein Gelände mit dichtem Baumbestand vorgesehen: Gleich am Haupteingang, wo bisher noch der Technikhof mit einem Zaun vom Besucherbereich abgegrenzt ist, soll unsere Tiger-Anlage entstehen. Sie wird große Wasserflächen, Felsstrukturen, Schattenplätze und Rückzugsmöglichkeiten für die Tiere bieten, ebenso wie Bäume zum Klettern, Kratzen und als „Ausguck“ für die majestätischen Katzen. Den Besucherinnen und Besuchern wird es nicht ganz so leicht gemacht, die Amur-Tiger zu entdecken. Es wird mehrere Einblicke in das weitläufige Gehege geben – aber nicht immer hat man Glück.

Der Amur-Tiger steht auf der „Roten Liste gefährdeter Arten“ der Weltnaturschutzunion IUCN. Die wild lebende Population besteht vermutlich aus weniger als 400 Tieren. Die Tiger sind durch Wilderei, illegalen Handel mit Tigerfell und Knochen und den Verlust ihres Lebensraumes stark bedroht. Der Zoo kann sich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm beteiligen.

 

Der Amur-Leopard besticht durch sein wunderschönes, mit Rosettenflecken gezeichnetes Fell, das im Sommer intensiv gezeichnet und im Winter zur Tarnung eher blass cremefarben ist. Wie der Amur-Tiger ist auch der Amur-Leopard dank seines dichten Fells an ein Leben auch bei extremer Kälte angepasst, sie gehören zu den wenigen Großkatzenarten, die es bei krachendem Frost aushalten. Obwohl sich ihr Verbreitungsgebiet überschneidet, vermeiden die beiden Jäger das Wildern im Gebiet des anderen. So haben sie unterschiedliche Jagdgewohnheiten entwickelt: den Amur-Leoparden als guten Kletterer zieht es in die Bergregionen, den Amur-Tiger in die hügelige Landschaft der Vorberge.

Leoparden waren bis 2006 im Zoo Rostock heimisch, insgesamt wurden hier fast 50 Jungtiere geboren. Nun rückt die Haltung dieser Tierart wieder in greifbare Nähe. In unmittelbarer Nachbarschaft zu den Amur-Tigern könnten auch die Amur-Leoparden ein neues Zuhause finden. Die beiden weitläufigen Anlagen sollen durch ein kleines Wäldchen voneinander getrennt werden. Zwischen den Bäumen schlängelt sich ein Pfad für die Zoogäste, an dessen Rand auf Informationstafeln und Spielstationen auf die üppige biologische Vielfalt der Amur-Region aufmerksam gemacht wird.
Das Gehege für die Leoparden besteht wie bei den Tigern aus Wasserflächen, Bäumen, Felsen und Rückzugsmöglichkeiten für die Tiere.

Auch der Amur-Leopard steht auf der „Roten Liste gefährdeter Arten“ der Weltnaturschutzunion IUCN. Den Leoparden zum Verhängnis wurde vor allem die Zerstörung ihres Lebensraumes, unter anderem durch unkontrollierten Holzeinschlag, Waldbrände, Bergbau und Landwirtschaft. Der Wildbestand wird auf nicht einmal 100 Tiere geschätzt. Dank strenger Schutzmaßnahmen in Russland und China scheint die Leopardenart in der Amur-Region langsam wieder heimisch zu werden. Amur-Leoparden leben mittlerweile in 44 Zoos Europas. Zählt Rostock bald dazu, werden wir uns ebenfalls am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm beteiligen.

 

Das Humboldteum – ein Haus der Vielfalt und Vielgestalt

Ohne biologische Vielfalt wäre die Erde arm und leblos. Wir Menschen sind Teil dieses lebendigen Netzes und komplett davon abhängig, es gibt uns Nahrung, Wasser und Luft. Die Gesundheit und Widerstandsfähigkeit der Gesellschaft hängt davon ab, dass wir der Natur den erforderlichen Raum geben und die biologische Vielfalt schützen. Für uns ist das Grund genug, der Biodiversität ein eigenes Erlebniszentrum zu geben ...

Wissenschaftlich beschrieben sind bisher etwa 1,4 Millionen Arten der Flora und Fauna auf unserer Erde. Wissenschaftler gehen davon aus, dass es darüber hinaus ein Vielfaches an unentdeckten Arten gibt. Korallenriffe, tropische Regenwälder wie auch Wattenmeere gelten dank ihrer Artenvielfalt als Hotspots des Lebens. Dass alles miteinander in Beziehung steht, ist eine Erkenntnis, die schon Alexander von Humboldt (1769-1859) beschrieben und anschaulich belegt hat. „Alles ist Wechselwirkung“ meint die Zusammenhänge und Abhängigkeiten innerhalb einzelner Ökosystemen, die Schicksalsgemeinschaften von Lebewesen und Lebensräumen.
Das Humboldteum soll sich den Erkenntnissen des berühmten Forschers widmen und dabei die Biodiversität und die Bedeutung der Ökosysteme in den Vordergrund rücken. Die räumliche Gliederung und Gestaltung könnte sich an den Forschungsreisen Humboldts orientieren, die den Gelehrten nach Südamerika, Mexiko, in die USA und nach Zentralasien führten.

Als möglicher Standort des Humboldteums ist aus heutiger Sicht ein Bereich im historischen Zooteil denkbar, der sich an der Südgrenze des Zoos vom Binturong-Gehege bis zum Zwergflusspferd-Haus erstreckt. Diese Gebäude werden dafür abgerissen, ebenso das Aquarium, das einst als Zooschule gebaut wurde. Nicht vergessen wollen wir den angrenzenden Spielplatz, der hier seit Jahrzehnten ein beliebter Treffpunkt für Familien ist. Er soll neu gestaltet und auch inhaltlich dem Thema Biodiversität angepasst werden. Das Haus mit seinen Nebengebäuden wird Platz bieten für Binturongs, Baumkängurus, Zwergflusspferde, Koalas und Rote Pandas – die meisten von ihnen sind schon jetzt Besucherlieblinge im Zoo Rostock. Besonderes Augenmerk wollen wir im Humboldteum aber auf „Das Kleine (und nicht auf den ersten Blick Sichtbare) als Teil des Großen“ legen. Süßwasseraquaristik und Terraristik werden einen großen Teil des „Biodiversitätshauses“ einnehmen. Frösche, Insekten, Zitteraale – die kleinen Erdbewohner bekommen hier einen großen Auftritt. Bei allen Tieren lassen wir uns davon leiten, ob wir Arterhaltungsprojekte unterstützen können.

 

Ideensammlung Zoo Rostock
Ideensammlung Zoo Rostock

Okapi, die scheue Waldgiraffe

Ein höchst merkwürdiges Tier“ - so beschreibt die Artenschutzorganisation Okapi Conservation Project eine Tierart, die vielleicht bald (und erstmals) in Rostock heimisch wird. Vor gerade erst einmal 100 Jahre entdeckt, laufen die Vierbeiner schon wieder Gefahr, in der Wildnis auszusterben.

Ein Okapi ist unverwechselbar: Rötlichbraunes bis schwarzes Fell, weiße Wangen und Kehle, die obere Hälfte der Beine sind weiß-schwarz gestreift, die untere Hälfte ist weiß. Die Zunge ist bis zu 45 Zentimeter lang und von dunkelblauer Farbe, damit kann sich das Okapi ganz leicht im ganzen Gesicht säubern. Kein Wunder, dass die Tierart in Berichten von Afrikareisenden zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts lange Zeit falsch klassifiziert wurde: als Pferd, Esel, Zebra. Heute weiß man, dass Okapis zu den Giraffenartigen zählen. Sie leben in freier Natur ausschließlich in den äquatorialen Regenwäldern der Demokratischen Republik Kongo.

Im Zoo Rostock sollen nun Okapis in unmittelbarer Nachbarschaft zum Afrikaneum angesiedelt werden. Dafür wird eine üppig bepflanzte, regenwaldähnliche Anlage gestaltet. Okapis sind sehr scheu, gelten aber auch als sanftmütige Tiere. Es wird eine Freude sein, die Tierart im Zoo beobachten zu können, wird sie doch bislang nur in sechs Zoos in Deutschland gehalten. Als „Gesellschaftstiere“ können wir uns Marabus vorstellen. Die Nähe zur Anlage der Giraffen und Elefanten erlaubt den Besucherinnen und Besuchern auf ganz hervorragende Weise, Vergleiche zwischen den Tierarten anzustellen: unterschiedliche Lebensräume (Savanne dort, Regenwald hier), unterschiedliche Sozialstrukturen, Gemeinsamkeiten in der Anatomie.

Der Bestand freilebender Okapis wird auf mehr als 10.000 geschätzt, jedoch gilt die Tierart als stark gefährdet. Vor allem Brandrodung, der Krieg um Bodenschätze und Wilderei lassen die Zahlen von Okapi-Generation zu Okapi-Generation drastisch sinken. Der Zoo Rostock würde die Haltung der Okapis mit einem Engagement für das Okapi Conservation Project verbinden. Das Projekt unterstützt vor Ort unter anderem die Aufforstung des Regenwaldes, Naturschutzerziehung sowie Ausbildung und Einsatz von Wildhütern.

 

Afrikaneum – Rostocker Heimathafen für Elefanten und Giraffen

Die Rückkehr der Elefanten ist ein immer wieder von unseren Zoobesucherinnen und -besuchern geäußerter Wunsch. Giraffen dagegen, die graziösen Charaktertiere der Savanne, wären erstmals in Rostock heimisch und würden sicher die Herzen der Besucherinnen und Besucher im Sturm erobern. Dieses Projekt ist wohl die größte Herausforderung in der künftigen Entwicklung des Zoos. Aber es ist auch unser Herzprojekt.
Einen Platz für die beiden sanften Riesen, die wir in einer Gemeinschaft mit einigen anderen Savannen-Tieren ansiedeln wollen, haben wir schon gefunden. Im Westteil des Zoos halten wir seit über 40 Jahren asiatische und afrikanische Huftiere wie Kamele und Zebras. Diese Anlage würden wir komplett neu gestalten und mit Erweiterungsflächen ergänzen, um eine weitläufige Savannenlandschaft anzulegen.
Um das Bild dieses Lebensraumes so realistischwie möglich darzustellen, wünschen wir uns neben der Haltung einer kleinen Elefantenherde auch die Haltung einer Giraffengruppe. Eine Vergesellschaftung der Giraffen ist mit Zebras, Elenantilopen, Grauhalskronenkranichen und Afrikanischen Straußen möglich.

Neben den Außenanlagen müssen auch großzügige Innenbereiche geplant werden, da sowohl Elefanten als auch Giraffen in den Wintermonaten viel Auslauf benötigen. Moderne Laufställe wiederum bieten auch den Besucherinnen und Besuchern interessante Einblicke in die Tierhaltung. Sonnen- und Schattenplätze, Futterstellen, Beschäftigungsmöglichkeiten, verschiedene Böden, Badestellen – das Afrikaneum wird eine Herausforderung für das Planungs- und Architektenteam sowie die Zoomitarbeiterinnen und -mitarbeiter.

Das Projekt werden wir mit einem großen Naturschutzvorhaben in Afrika verbinden. Den Zoogästen sollen Biologie, Lebensraum und die Bedrohung der Tierarten nahegebracht werden. Das wird Teil eines nachhaltigen Gesamtkonzeptes für die Afrika-Savanne.

In der Mitte des vergangenen Jahrhunderts lebten in Afrika noch etwa fünf Millionen Elefanten und die Herden wanderten frei über die Savanne und durch die Wälder Westafrikas. Dann begann das grausame Geschäft mit Elfenbein und die Population sank auf eine halbe Million Tiere. Erst 1989 wurde der Afrikanische Elefant unter Schutz gestellt und jeglicher Elfenbeinhandel verboten. Mittlerweile ist die größte Bedrohung für die wild lebenden Dickhäuter, ebenso wie für Giraffen und andere Wildtiere der Savanne, der Verlust von Lebensraum. Der Mensch vernichtet heute Artenvielfalt und zerstört damit das vielfältige Beziehungsgeflecht der afrikanischen Savannen. Auf diese Missstände könnte der Zoo durch sein neues Großprojekt aufmerksam machen.

Giraffen kann man gar nicht übersehen. Ihr auffälligstes Kennzeichen ist der lange Hals, der sie hervorragend an die Blätter der Bäume herankommen lässt, jedoch beim Trinken ein echtes Handicap darstellt. An der Wasserstelle trinken Giraffen deshalb nie alle zur gleichen Zeit. Die Gefahr, von Raubtieren überfallen zu werden, ist zu groß. Giraffen verbringen bis zu zwölf Stunden täglich mit der Nahrungsaufnahme, dafür sind sie vorwiegend im Morgengrauen und bei Sonnenuntergang aktiv. Giraffen sind gesellige Tiere, sie schließen sich gern zu Gruppen von fünf bis sechs Tieren zusammen und leben recht friedlich. Die Bullen jedoch müssen sich ihre Überlegenheit häufig in Rangordnungskämpfen beweisen, die sehr erbittert und gewalttätig ausgetragen werden können.

Ideensammlung Zoo Rostock

Die hier beschriebenen Projekte könnten unter entsprechenden Bedingungen in den nächsten 20 bis 30 Jahren umgesetzt werden. Die umfangreichste Planung erfordern die beiden großen Bauvorhaben Humboldteum und Afrikaneum. Aber auch die „kleineren“ Projekte bedürfen jahrelanger Vorarbeit. Nicht unrealistisch ist deshalb die aus dem Jahr des 600. Rostocker Stadtgeburtstages stammende Idee, analog zur „Rostocker Zahl 7“ alle sieben Jahre ein neues Bauprojekt im Zoo Rostock umzusetzen.

Was das kostet? Hier können wir nur ganz grob von Richtwerten ausgehen. Grundlage hierfür sind bereits umgesetzte Zooprojekte, jedoch wenig planbar ist die künftige Marktpreisentwicklung und die allgemeine wirtschaftliche Situation. Die Kosten der einzelnen Projekte umfassen eine Gesamtsumme von geschätzt 70 bis 75 Millionen Euro.

Um den Zoo auch in Zukunft als Aushängeschild und Tourismusmagnet für die Hanse- und Universitätsstadt Rostock sowie für unser Bundesland weiterzuentwickeln, braucht es kontinuierlich neue Ideen und realisierbare Strategien. Auf einer Erkundungstour können unsere Gäste schon jetzt in polare Lebenswelten „eintauchen“, tropische Vögel bewundern und ihrem Gezwitscher lauschen, Pinguinen beim Schwimmen zusehen, Orang Utans und Gorillas in ihren Familienverbänden besuchen oder das pralle Leben in einem Korallenriff entdecken. Vielleicht gehört demnächst zum Zoobesuch auch ein Abstecher in die afrikanische Savanne oder eine Entdeckungsreise in die Welt von Insekten, ein Ausflug auf einen Wikinger-Bauernhof oder ein Trip zum Amur – immer gibt es neue Tiere zu entdecken, die sich mit speziellen Fähigkeiten ihren Lebensraum erobert haben.

Deshalb: Ein Besuch im Zoo lohnt sich heute ebenso wie morgen und übermorgen, das versprechen wir, denn Ideen haben wir noch viele.