EEP-Koordinator besucht das Orang-Utan-Baby

Clemens Becker ist begeistert vom Darwineum im Zoo Rostock

Aus Anlass unseres neusten Zuwachses im Darwineum, dem kleinen Orang-Utan-Mädchen, besuchte am 10. August 2017 Dr. Clemens Becker, Koordinator des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) für Orang-Utans, den Zoo Rostock. Er nahm in Begleitung der Zoo-Kuratorin Antje Zimmermann und Tierpflegerin Daniela Rogge vor allem das Darwineum und den Nachwuchs bei den Orang-Utans in Augenschein.

„Der Rostocker Orang-Utan-Nachwuchs ist unheimlich wichtig für das Erhaltungszuchtprogramm. Durch Hsiao-Ning ist mit ihrem Wildfang-Blut [sie stammt von wildgeborenen Eltern ab, die illegal gehandelt werden sollten und durch taiwanesische Behörden beschlagnahmt wurden] nun ein besonders interessantes Gen zur Arterhaltung der Orang-Utans weitergegeben worden“, erklärte Becker. „Zudem ist es eine große Belohnung für die Arbeit von Monkey World, die anfangs eher kritisch betrachtet wurde.“ Das in Südengland gelegene und 1987 gegründete Affenhilfszentrum, in dem Hsiao-Ning und ihre Schwester Dinda geboren wurden, ist mit mehr als 250 Tieren aus 20 Arten das größte Primatenrettungszentrum weltweit. Es besitzt unter anderem den einzigen Orang-Utan-Kindergarten in ganz Europa. Dort werden viele Tiere mit der Hand aufgezogen, die ihre Eltern verloren haben oder von ihren Müttern nicht angenommen wurden, so auch Hsiao-Ning und Dinda. Dass die Affen das Zentrum jemals verlassen, stand lange Zeit als fraglich im Raum. Doch der Umzug ins Darwineum war der Beweis, dass nach und nach Orang-Utans den Kindergarten in Monkey World verlassen und in anderen Zoos eigene Familien gründen und Nachwuchs bekommen.
"Im Schnitt werden im Rahmen des EEPs jährlich 16 Borneo- und Sumatra-Orang-Utans in Europa geboren, dieses Jahr sind es mit der Kleinen in Rostock bereits 12 Orang-Kinder“, berichtete Becker. Der Nachwuchs ist sehr wichtig für den Artenschutz, denn die rotbraunen Waldmenschen sind vom Aussterben bedroht. „Leider sind es aber noch zu wenige Geburten, um der Population zu helfen.“

Da der Zoo mit dem Bau des Darwineums einen großen Schritt getan hat, um die Haltungsbedingungen für die Menschenaffen zu verbessern, ist der Besuch auch für die Arbeit des Rostocker Zoos eine schöne Anerkennung. Der EEP-Koordinator war sehr begeistert: „Das Darwineum ist mit den zwei Gehegen für die Orang-Utans ideal!“ Clemens Becker hat aber noch einen weiteren Grund zum Jubeln – dieses Jahr feiert er sein 40-jähriges Jubiläum mit Orang-Utans. Im Studium hat für ihn alles angefangen. Damals konnte er im Frankfurter Zoo beobachten, wie eine Orang-Utan-Dame ihr Baby nicht annahm und es an eine zweite frischgebackene Affenmama abgab. Diese säugte das Orang-Utan-Kind gleichzeitig mit ihrem eigenen und als es kräftig genug war, gab sie es der leiblichen Mutter zurück. „Dieses Erlebnis hat mich so fasziniert und geprägt, dass ich bei den Tieren geblieben bin. Wir wissen noch so wenig über die Orang-Utans“, schwärmte Becker. Wenn er gefragt wird, was ein EEP-Koordinator eigentlich macht, antwortet er mit einem Lächeln: „Ich bin quasi der Heiratsvermittler bei den Orang-Utans.“

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