Eisbär

  • Verwandtschaft: Raubtiere → Bären
  • Lebensraum: Inseln, Küsten und Treibeisfelder im zirkumpolaren nördlichen Eismeer
  • Ernährung: vor allem Robben, im Zoo Fleisch, Fisch und Obst
  • Lebensweise: Einzelgänger, ausdauernde Schwimmer, Tauchen und Läufer
  • Fortpflanzung: Tragzeit mit Keimlingsruhe 8 Monate, 1 bis 3 extrem sensible Jungtiere

Eisbär

Eisbären haben ihre Heimat auf den Pack- und Treibeisflächen des Nordpolargebiets – und wer im ewigen Eis lebt, braucht ein dickes Fell. Ihr Haar dämmt so gut, dass sie selbst mit einer Infrarotkamera nicht auszumachen sind. Während der Robbenjagd unter Wasser hält eine ordentliche Fettschicht warm. Dank ihrer Schwimmhäute erreichen die weißen Jäger eine Geschwindigkeit bis zu 10 km/h und sind generell gute und ausdauernde Schwimmer und Taucher. An Land schützen die behaarten Sohlen die Eisbären vor Rutschpartien.
Bei Nahrungsmangel und zur Geburtszeit wechseln Eisbären in den „Sparmodus“. Dann schlafen sie viel, zehren von ihren Fettreserven und sparen so Energie. Die winzigen Jungen kommen in Schneehöhlen zur Welt. Bei der Geburt sind sie etwa so groß wie ein Meerschweinchen. Mit einem Fettanteil von 33 Prozent ist die Milch ihrer Mütter sehr gehaltvoll, weshalb die Bärenkinder sehr schnell wachsen. Zwei Jahre lang bleiben die Jungtiere bei ihrer Mutter, bevor die Einzelgänger allein auf Wanderschaft gehen. Die Aufzucht des Nachwuchses übernimmt die Mutter allein.


Einmalige Einblicke in die Welt der Eisbären im Polarium

Im Polarium begegnen Sie unseren Eisbären auf ganz besondere Weise. Nur durch eine Scheibe getrennt scheinen Akiak, Noria und Sizzel zum Greifen nah, wenn sie durch das Wasser schwimmen oder tauchen. Zahlreiche Einsichten ermöglichen es Ihnen, die Tiere beim Durchstreifen der Tundra zu beobachten. Die artgerechten Anlagen unserer Eisbären, die sich gestalterisch an der Hudson Bay orientieren, bieten den Tieren mit rund 3.600 Quadratmetern viel Platz und Abwechslung und unseren Besuchern ganz besondere Einblicke in das Leben dieser wundervollen Tiere. Akiak ist ein wahrer Riese. Von der Statur erinnert der junge Eisbär mit Rostocker Wurzeln stark an seinen Großvater Churchill, der 1979 in Rostock geboren wurde. Auch Akiaks Vater Victor kam in Rostock zur Welt. Akiak wurde am 22. November 2014 im Zoo Rhenen in den Niederlanden geboren. Eisbärin Noria stammt aus Brno in Tschechien, wo sie am 21. November 2015 das Licht der Welt erblickte. Ihre Spielgefährtin Sizzel, die als neugierige und entspannte Eisbärendame gilt, wurde am 2. Dezember 2014 im Zoo Rotterdam geboren, wo sie bis zu ihrem Umzug nach Rostock gemeinsam mit ihrem Zwillingsbruder Todz lebte.

Vertreter ihrer bedrohten Art

Akiak, Noria und Sizzel sind Botschafter für ihre bedrohten Artgenossen. Sie sind perfekt an das Leben in der eisigen Arktis angepasst. Ihr dichter Pelz schützt die Tiere zwar vor Kälte, aber nicht vor dem Schmelzen ihres Lebensraums. In den letzten 20 Jahren ist die Meereisausdehnung um mehr als die 3-fache Fläche Deutschlands geschrumpft. Die Artenschutzorganisation Polar Bears International (PBI), die der Zoo Rostock unterstützt, hat sich dem Schutz der Eisbären und ihres schrumpfenden Lebensraums verschrieben. Sie untersuchen Gewohnheiten und die Bedrohung (oder Bedrohungen) der Tiere und wollen Menschen anregen, sich für die Eisbären einzusetzen. Diesem Ziel schließen wir uns sehr gern an. Dem Eisbären und seinem bedrohten Lebensraum widmet sich auch die umfangreiche Ausstellung in den Eiswelten des Polariums. Hier erfahren Sie alles rund um das größte Landraubtier der Welt.

Diese und viele weitere Tiere erleben Sie im Zoo Rostock, dem Zuhause für 4.200 Tiere in 430 verschiedenen Arten aus aller Welt.