Leuchtturm Warnemünde

Bedingt durch den Ausbau der Handelsflotte wurde vor vielen Jahren eine bessere Hafeneinrichtung in Warnemünde notwendig. So wurde 1836 eine Ziehlaterne gebaut. Dabei handelte es sich um ein Eisengerüst, das den Spiegel hielt und die Laterne mit Petroleumlicht, die frei im Turm hing. Im Zuge des weiteren Ausbaus der Hafeneinrichtung wurde eine Entwurf vorgelegt, der einen Umbau der Hafenleuchte zu einem festen Leuchtturm vorsah. Zwischen 1897 und 1898 wurde schließlich der Leuchtturm in seiner heutigen Form gebaut. Das Leuchtfeuer wurde zunächst mit Petroleum betrieben, welches aus dem Keller nach oben gepumpt werden musste. Im Jahr 1917 erfolgte die Umstellung auf Gas und seit 1927 leuchtet die Laterne mit dem kuppelförmigen Kupferdach mit elektrischem Licht.

Ausblick über Warnemünde

30,60 Meter hoch ist der Leuchtturm aus weiß glasierten Ziegelsteinen. Die Galerien des Turmes laden ein zum herrlichen Rundblick auf Warnemünde, die Ostsee, Strand und Hafeneinfahrt. Von hier aus genießen die Besucher eine einmalige Aussicht. Das Warnemünder Wahrzeichen ist zudem oft Schauplatz vielfältiger Events – dazu zählen unter anderen Veranstaltungen wie „Leuchtturm in Flammen“. Am Fuße des Leuchtturms steht Warnemündes berühmter „Teepott“, ein runder Bau mit eigenwilligem Dach.

Historische Anekdoten über den Leuchtturm

Im Jahr 1202 wurde das erste Leuchtfeuer an der schwedischen Küste der Ostsee auf der Halbinsel Falsterbø gezündet. Warnemündes Funzel flackert seit 1348. Jahrhunderte später finanzierte das Deutsche Reich 1897/98 den Bau des Leuchtturms von Warnemünde für 90.000 Mark. Der 36,9 m hohe Leuchtturm thront über der Ostsee, auf 33 Pfählen gegründet, schwankt der Leuchtturmkopf bei Windstärke 6 bis 7 um 1,5 cm. 1912 wurden die Petroleumleuchten von Glühbirnen abgelöst und gegenwärtig ist sein Leuchten bis zu 16 Seemeilen weit zu sehen. Seeseitig ist sein Licht als Blinken wahrzunehmen, ein 90 sekundenlanger Lichtcode, der in den Seekarten verzeichnet ist und dem Seemann darüber Aufschluss gibt, welchem Leuchtturm er sich nähert. Bei Unwetter nicht sichtbar, läuteten die Lotsen vormals Glocken, um die Seefahrer auf die Landnähe hinzuweisen. Ab 1900 ertönte eine Nebelsignalkanone und seit 1927 gibt ein Nebelsignalhorn Laut – Warnemündes „Seekuh“.

Kontakt
Förderverein Leuchtturm Warnemünde e.V.
Am Leuchtturm 1
18119 Warnemünde

Telefon: 0381 5192626
Website: www.warnemuende-leuchtturm.de


Fotos: Joachim Kloock


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