Ein Streifzug durch die Evolution

Im Darwineum gibt es 150 spannende Tierarten zu entdecken. Die Besucher werden von Galapagos-Riesenschildkröten empfangen, erleben Schlammspringer, Schnabeligel und weitere lebende Fossilien. In der Tropenhalle, dem Herzstück des Darwineums, erleben Sie die faszinierende Welt der Gorillas, Orang-Utans, Gibbons, Brazza-Meerkatzen, Zwergseidenäffchen und Faultiere.

Das Darwineum bietet eine Evolutionsausstellung auf Charles Darwins Spuren und moderne Tierhaltung in naturnahen Ökosystemen. Die einzigartige Naturerlebnis- und Wissenswelt verbindet Abenteuer, Umweltbildung und Wissenschaft auf 20.000 Quadratmetern – zum Anfassen, Mitmachen und Mitdenken. Wie entstand das Leben auf der Erde? Dieser Frage nähert man sich in der Rotunde. Grafiken, Tafeln und Fossilien dokumentieren die Entwicklungsetappen auf der Erde. In insgesamt acht Kojen werden die Informationen mit spannenden Exponaten und Tieren vertieft und lassen den Besucher einige der Wirkmechanismen biologischer Evolution miterleben.

Aus einer Zelle geboren

Vor etwa 4 Milliarden Jahren war die Erde äußerst lebensfeindlich. Dichte Wolken umhüllten sie, über die Erdoberfläche tobten Orkane, Lavaströme quollen aus Rissen der Erdkruste. Aus dem glutflüssigen Erdinneren entwichen Gase und Wasserdampf – eine Uratmosphäre ohne Sauerstoff bildete sich, Urozeane entstanden. In diesen fanden sich erste einfache organische Verbindungen, die Voraussetzung für die Entstehung von Leben. In den Urozeanen entstehen die ersten Zellen, die sich mittels einer einfachen Membran von der Umwelt abschirmen.

Ozean der Wundertiere

Vor mehr als 500 Millionen Jahren entstanden in einem geologisch kurzen Zeitraum von knapp 50 Millionen Jahren viele neue Arten und es entwickelten sich die meisten grundlegenden Körperbaupläne mehrzelliger Tierstämme, die seitdem die Erde bevölkern.  Vor dem Kambrium gab es ausschließlich skelettlose Tiere. Auch bedingt durch den steigenden Sauerstoffgehalt im Wasser setzte ein gigantischer Entwicklungsschub in der Tierwelt ein. Es entstanden völlig neue Baupläne – Lebewesen entwickelten Gliedmaßen und Augen, Fangwerkzeuge, schützende Panzerungen und das Rückgrat. Und erstmalig auf der Erde teilte sich das noch junge tierische Leben in Jäger und Gejagte.

Baupläne des Lebens

Diese Koje zeigt eine Theorie, wie sich die unterschiedlichen Körperkonstruktionen entwickelt haben. Hier gehen die Besucher den „Bauplänen des Lebens“ auf die Spur – mithilfe von Tafeln, Modellen und auch lebenden Vertretern.

Wasserstädte der Urzeit

Erstmals in der Geschichte der Erde treten Korallen auf, die mit Moostierchen und schwammähnlichen Tieren große Riffe bauen. Korallenriffe sind die Wiegen der Evolution. Tropische Korallenriffe sind der Lebensraum vieler Tierarten und somit ein maßgeblicher Faktor für die Artenvielfalt der Ozeane, wo neue Tiergattungen entstehen, die dann in andere Ökosysteme exportiert werden.

Leben erobert Land

Im Devon breiten sich Landpflanzen aus und es entstehen riesige Sumpfwälder. Der Sauerstoffgehalt der Luft erhöht sich – davon profitieren auch Insekten, die riesige Körpermaße erreichten. Um die neue Umwelt zu erobern, waren anatomische Veränderungen nötig: Gliedmaßen zum Laufen, Lungen zum Atmen atmosphärischer Luft und eine Körperoberfläche, die an das Leben außerhalb des Wassers angepasst ist.

Riesenechsen und Minisäuger

Blütezeit der Dinosaurier: Einige Dinosaurierarten waren die größten Lebewesen, die die Erde je bevölkerten, aus den kleineren entwickelten sich im Laufe der Evolution die Vögel.  Die ersten Tiere eroberten die Luft. Fast zeitgleich mit den Dinosauriern entwickeln sich erste Säugetiere – kleine Individuen von Mausgröße.

Co-Evolution

Co-Evolution ist ein evolutionärer Prozess der wechselseitigen Anpassung von zwei verschiedenen Arten im Verlauf ihrer Stammesgeschichte zum gegenseitigen Vorteil. Anfangs suchten einige Insektenarten ihre Nahrung auf Blütenpflanzen und verbreiteten dabei zufällig deren Pollen. Daraus wurde eine Erfolgsgeschichte, die maßgeblich zur Artenvielfalt auf der Erde beitrug. Vor etwa 100 Millionen Jahren kam es für Insekten wie Blütenpflanzen zu einem Entwicklungsschub. Es entstanden zahlreiche neue Arten und diese besetzten immer speziellere Nischen in der Natur.

Erfolgsmodell Säuger

Erstmals in der Geschichte der Erde treten Korallen auf, die mit Moostierchen und schwammähnlichen Tieren große Riffe bauen. Korallenriffe sind die Wiegen der Evolution. Tropische Korallenriffe sind der Lebensraum vieler Tierarten und somit ein maßgeblicher Faktor für die Artenvielfalt der Ozeane, wo neue Tiergattungen entstehen, die dann in andere Ökosysteme exportiert werden.