Ein neues Elchpärchen hat sein Revier am Polarium bezogen

Im Sommer 2017 sorgte ein junger Elchbulle für reichlich Schlagzeilen im Nordosten. Von den Einheimischen auf den Namen Pommes getauft, sorgte der wilde „Einwanderer“ aus Polen immer wieder für Aufregung und Begeisterung, wenn er überraschend irgendwo auftauchte. So führten ihn seine Streifzüge vor allem auf die Sonneninsel Usedom oder aber auch nach Anklam, Demmin und Neubrandenburg. Ein so stattliches Tier ist jedoch nicht ganz ungefährlich. Kurzerhand wurde Pommes eingefangen und herzlich in der Elch- und Rentierfarm Kleptow (Brandenburg) aufgenommen. Seit kurzem ist Pommes nun ein Rostocker. Zusammen mit Frieda bezog er die ehemalige Elchanlage neben dem Polarium.


Am 6. Februar 2017 verließen aufgrund der damals bevorstehenden Bauarbeiten am Polarium die beiden letzten Elche den Rostocker Zoo. Die vier Elche, die vor Baubeginn in unmittelbarer Nähe zur historischen Bärenburg gelebt haben, verbleiben an ihren neuen Standorten im Tierpark Neumünster und auf der Elch- und Rentierfarm in Kleptow. Seit April gehört die 3.700 Quadratmeter große Anlage den Neurostockern Frieda und Pommes, die sich inzwischen gut aneinander gewöhnt und eingelebt haben.

Laut Schätzung der Tierpfleger ist Pommes jetzt gut drei Jahre alt und wiegt etwa 300 Kilogramm. Der Elchbulle ist nach wie vor ein Draufgänger mit starkem eigenem Willen. Das harmoniert offensichtlich recht gut mit seiner neuen Partnerin. Frieda wurde am 8. Mai 2018 im Tierpark Neumünster geboren und hat bereits Rostocker Wurzeln. Die junge Elchdame ist die Tochter von Gerda, eine der Elchkühe, die schon im Dezember 2016 nach Neumünster kamen. Nach Auffassung der Tierpfleger ist Frieda ist eine freundliche, aufgeschlossene und neugierige Elchkuh.

 

Der Europäische Elch (Alces alces) ist die größte heute vorkommende Art der Hirsche. Sein Lebensraum erstreckt sich über Nordeuropa, Nordasien und Nordamerika. Elche sind laut Weltnaturschutzunion IUNC nicht gefährdet, die Populationszahlen steigen wieder. Das war mal anders. Im Mittelalter wurde der damals in Deutschland verbreitete Elch durch Bejagung ausgerottet. Inzwischen leben in Polen wieder ca. 4.000 Tiere, von denen ab und zu auch Tiere nach Sachsen, Brandenburg oder wie Pommes nach Mecklenburg-Vorpommern einwandern.

Was Pommes und Frieda besonders gern naschen, müssen die Tierpfleger noch erkunden. Erfahrungsgemäß lieben Elche geraspelte Möhren. Auf dem Futterplan im Rostocker Zoo stehen für Elche hauptsächlich Laub und Äste sowie spezielles Kraftfutter in Form von Elchpellets.



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