Trampeltier

  • Verwandtschaft: Paarhufer → Schwielensohler → Kamele
  • Lebensraum: Wüsten und Steppen
  • Ernährung: Blätter, Kräuter, Gras
  • Lebenserwartung: 40 Jahre
  • Lebensweise: Wildtrampeltiere in Familien, Haustrampeltiere sind universelle Nutztiere
  • Fortpflanzung: Tragzeit 12 bis 14 Monate, Nestflüchter

Trampeltier

Auf einer großen Waldlichtung findet sich im Zoo Rostock die Cameliden-Equiden-Anlage (kurz CEA), auf der auch die Trampeltiere leben. An die Stallgebäude schließen sich weitläufige savannenähnliche Anlagen an, auf denen die Besucher die Tiere bei ihrem gemächlichen Treiben beobachten können. Dass hier mehrere Tierarten vergesellschaftet sind, entspricht den natürlichen Gegebenheiten.

Energiespeicher auf dem Rücken

Extreme Trockenheit sowie gnadenlose Temperaturen, die in ihrer Heimat im Sommer auf 50 Grad ansteigen und im Winter auf -40 Grad absinken können, stecken Trampeltiere einfach weg. Im Bedarfsfall können die Kamele in 10 Minuten bis zu 150 Liter Wasser aufnehmen und mithilfe der Fettreserven, die in den beiden Höckern gespeichert sind, kommen sie auch Wochen ohne Nahrung aus. Die verschließbaren Nüstern, behaarten Ohren sowie die langen, dichten Wimpern schützen die Trampeltiere vor Sandstürmen. Dank dieser Eigenschaften können sie auch in unwirtlichen Gegenden überleben.
Die Tiere können eine Schulterhöhe von bis zu 2,30 Metern erreichen und wiegen durchschnittlich 450-500 Kilogramm. Ihre Lebenserwartung liegt bei etwa 50 Jahren.
Trampeltiere sind domestizierte Last- und Nutztiere und in weiten Teilen Asiens verbreitet. Mühelos legen sie große Distanzen zurück, liefern Fleisch, Milch und Wolle. Die freilebenden Bestände sind durch Bejagung allerdings stark zurückgegangen. Die IUCN schätzt die freilebende Population auf weniger als 1000 Tiere und stuft diese Tierart damit als "vom Aussterben bedroht" ein.

 

Diese und viele weitere Tiere erleben Sie im Zoo Rostock, dem Zuhause für 4.200 Tiere in 430 verschiedenen Arten aus aller Welt.