Zweifingerfaultier

  • Verwandtschaft: Panzerlose Nebengelenktiere → Megalonychida
  • Lebensraum: tropische Regenwälde
  • Ernährung: vorrangig Blätter
  • Lebenserwartung: 25 Jahre
  • Lebensweise: Einzelgänge
  • Fortpflanzung: 10 Monate Tragzeit, ein Jungtier

Zweifingerfaultier

Faultiere schlafen bis zu 16 Stunden am Tag und sind generell eher langsam unterwegs. So bringen sie es bei ihrer Fortbewegung auf Geschwindigkeiten von nur etwa 1 km/h. Auch die Verdauung ist bei den Faultieren verlangsamt. Ihre Notdurft verrichten sie nur alle vier bis fünf Tage und klettern dafür von den Bäumen herab zum Boden.
Ihre Jungen bringen die Zweifingerfaultiere nach einer Tragzeit von 10 Monaten zur Welt. Der Nachwuchs ist bei der Geburt bereits voll entwickelt und hat beispielsweise schon ein vollständiges Gebiss. Nach wenigen Wochen sind die Sprösslinge zwar schon entwöhnt, aber erst mit neun bis zwölf Monaten komplett selbstständig. Bis dahin liegen sie beim Klettern durch die Bäume auf dem Bauch der Mutter.

Perfekt angepasst an das Leben in den Bäumen

Zweifingerfaultiere haben ihre Heimat in den tropischen Regelwäldern im nördlichen Südamerika. Hier verbringen die nachtaktiven Tiere die meisten Zeit ihres Lebens auf den Bäumen. Auch Paarung und Geburt finden hier statt. An diese Lebensweise sind sie optimal angepasst. An den Vorder- und Hinterbeinen haben die Zweifingerfaultiere jeweils zwei und drei verwachsene Finger mit großen sichelförmigen Krallen, die sich gut zum Klettern an den Ästen eignen. Der Scheitel ihres grau-braunen bis beigen Fells liegt auf dem Bauch der Faultiere, sodass Regenwasser besser ablaufen kann.
In der Regenzeit schimmert ihr Fell grünlich. Dies liegt an der Symbiose mit einer Alge, die die Faultiere im Grün des Blätterdachs der Bäume optimal tarnt und nahezu unsichtbar macht.

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