Park & Kunst im Zoo Rostock

Mehr als 4.200 Tiere leben im Zoo Rostock. Ihre naturnah gestalteten Anlagen finden Platz in einer 56 Hektar großen Parkanlage mit vielseitigen botanischen Besonderheiten. Mitten im Barnstorfer Wald gelegen, verstärkt die reichhaltige Vegetation den natürlichen Charakter des Zoos.

Zudem erwartet die Besucherinnen und Besucher im Zoo Rostock auch jede Menge Kunst. Überall im Zoo finden sich Skulpturen und Plastiken. So zeigt sich der Zoo immer auch von seiner grünen und seiner künstlerischen Seite.

Kunst im Zoo

Grundstein für die Skulpturensammlung legte einst Wilhelm Löber mit den „Moschusochsen“, die er am 30. Juni 1961 an den Zoo Rostock übergab.

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Botanik

Der heutige Zoologische Garten hat seinen Ursprung auf dem Gelände des „Dendrologischen Gartens an der Trotzenburg“.

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Kunst im Zoo

Im Zoo Rostock gibt es viel zu entdecken. Neben den 4.200 tierischen Bewohnern können sich die Besucher auch an einer einmaligen Parklandschaft mit vielfältigen botanischen Besonderheiten sowie an zahlreichen Kunstwerken erfreuen. Eingebettet in das 56 Hektar große Gelände finden sich vielerorts kunstvolle Plastiken und Skulpturen.

Grundstein für die Skulpturensammlung legte einst Wilhelm Löber (1903 – 1981) mit den „Moschusochsen“. Am 30. Juni 1961 übergab der Künstler seine Keramik-Plastik mit Bronzehörnern an den Zoo. Bereits seit 1989 begrüßt eine „Eisbärin mit Jungtier“ die Besucher am Eingang Barnstorfer Ring. Die Künstlerin Olga Kulikowa schuf diese aus Sandstein gemeißelte Plastik unseres Wappentiers gemeinsam mit dem Steinbildhauermeister Benno Lincke.

Mit den Schildkröten aus Beton und auch dem „Jüngling mit Kugel“ finden sich gleich mehrere Werke des Rostocker Bildhauers Jo Jastram im Zoo. Seit der Freiplastikausstellung der Kunsthalle im Jahr 1968 haben der „Junge Hahn“ und die „Kleine Afrikanerin“ von Wolfgang Eckhardt ihren Platz im Rostocker Zoo gefunden. Als beliebter Ort für Plastik-Ausstellungen unter freiem Himmel galt schon vor vielen Jahren die historische Eichenallee im Zoo. Seit 1968 präsentierten internationale Künstler ihre Werke in dieser „grünen Kunsthalle“. Heute sind es die Leihgaben der Kunsthalle Rostock, die in der Allee einen exponierten Standort gefunden haben. Namhafte Bildhauer wie Fritz Cremer, Waldemar Grzimek, Sabine Grzimek oder Margret Middell stellen hier aus.
Anlässlich des 800. Geburtstags der Hansestadt Rostock zog eine durch den Rostocker Eneos geschaffene Gruppe von Greifen aus Bronze in den Zoo und ist nun Teil der Skulpturensammlung. Die sieben Fabelwesen treffen Sie hinter dem Regenwaldpavillon im historischen Zooteil.

Botanische Besonderheiten

In der Evolution kamen die Pflanzen vor den Tieren. Ähnlich ist es auch in der Historie des Rostocker Zoos. Der heutige Zoologische Garten hat seinen Ursprung auf dem Gelände des „Dendrologischen Gartens an der Trotzenburg“. Die Pflanzung einiger wertvoller Gehölze nahe des Ententeichs war die Geburtsstunde einer der schönsten und pflanzenreichsten Tiergärten Norddeutschlands.

Im gesamten Zoo finden sich zahlreiche botanische Besonderheiten – von der Historischen Eichenallee über das farbenprächtige Dahlienquartier und den weitläufigen Rhododendronhain hin zur exotischen Bepflanzung der Tropenhalle im Darwineum. Auf Ihrem Spaziergang durch den Zoo können Sie so neben vielen tierischen Begegnungen auch die schweigsamen Zoobewohner auf sich wirken lassen.

Dahlien

Die Dahlien, ursprünglich in Mittelamerika beheimatet, haben im Zoo Rostock eine lange Tradition. Ende der 20er Jahre plante der damalige Stadtgartendirektor Wilhelm Schomburg eine Dahlienschau auf dem Gelände des Tiergartens, die 1931 stattfand. Aus dieser Zeit stammt noch das sogenannte Dahlienquartier am Südamerika-Haus. Nachdem es 1986 unter Denkmalschutz gestellt wurde, erfolgte 1988 die Rekonstruktion nach historischen Plänen. Weitere Pflanzungen von Wilddahlien und einigen Exemplaren der Baumdahlie finden sich nahe der Atlaszeder am Ententeich.

Bereits die Ureinwohner Mexikos, die Azteken, haben Dahlien kultiviert und Züchtungsarbeit betrieben. Für sie waren die »Acocotli« oder »Chichipatli« besondere Pflanzen. Als Sonnensymbol hatte die Dahlienblüte religiöse und kulturelle Bedeutung. Außerdem waren die Knollen Nahrung und der Saft wurde für medizinische Zwecke genutzt. Heute ist die Dahlie die Nationalblume Mexikos.
Dahlien blühen vom Hochsommer bis zu den ersten Herbstfrösten und bringen über viele Wochen Farbe in den Zoo Rostock.

Eichenallee

Die historische Eichenallee gehört zum ältesten Bereich des Rostocker Zoos. Sie entstand zwischen 1907 und 1912. Damals verband sie den Goldfischteich mit dem monumentalen Wasserturm (heute Eisbärenanlage/Polarium) und das Raubtierhaus.
Trotz aller Veränderungen im Laufe der Zeit blieb die malerische Allee aus Pyramideneichen, eine Wuchsform der in Mitteleuropa heimischen Stieleiche, bis heute erhalten. Diese Baumart hat einen säulenförmigen Wuchs, was ihr die besondere Eignung für die Bepflanzung von Alleen einbringt. Seit 1986 gehört die historische Eichenallee zum denkmalgeschützten Bereich des Zoos.

Liebesinsel an der Eichenallee lädt zum Tête-à-Tête ein: „Herzige“ Bänke und ein Tisch in Kleeblattform sollen Lust machen, sich etwas abseits vom Besucherstrom eine Auszeit im Zoo zu nehmen. Die kleine Oase bietet auch Gelegenheit, Liebesschlösser anzubringen.

Rhododendren

Der Zoo Rostock verfügt auf einer Fläche von insgesamt einem Hektar über einen umfangreichen Rhododendrenbestand. Zwischen 1908 und 1912 wurden im damaligen Wild- und Dendrologischen Garten von Rostock zahlreiche Rhododenderen und andere Moorbeetpflanzen gepflanzt – vermutlich als Abdeckung einer Baugrube mitten im Wald. Heute gehört der sogenannte Rhododendronhain zum denkmalgeschützten Bereich des Zoos.

Der Name Rhododendron stammt aus dem Griechischen und bedeutet Baumrose. Ursprünglich gab es in Europa, Amerika und Asien ca. 1.000 verschiedene Wild-Rhododendrenarten. Durch gezielte Zucht vervielfachte sich diese Zahl. Gärtner und Pflanzenliebhaber unterscheiden zwischen Rhododendren und Azaleen. Obgleich die Azaleen wissenschaftlich gesehen zur Gattung der Rhododendren gehören, erweist sich diese Unterteilung seit mehr als 300 Jahren als brauchbar. Die immergrünen, großblättrigen Arten zählen dabei zu den Rhododendren. Jene, die im Herbst Laub abwerfen und an den meist pastellfarbenen duftenden Blüten zu erkennen sind, gehören zu den Azaleen.

Mammutbaum

Die Riesen-Mammutbäume sind, nach Masse und Umfang gemessen, die größten Lebewesen der Erde. Diese häufigste Art der Redwood (Rotholz)-Familie war einst in ganz Nordamerika verbreitet. Heute kommen die Giganten mit Höhen von bis zu 90 Metern, Stammumfängen bis zu 9 Metern und einem Alter von teilweie 3000 Jahren nur noch in einzelnen Hainen an der Westseite der Sierra Nevada natürlich vor. Dort stehen sie in verschiedenen Nationalparks der USA als Überlebende einer längst vergangenen Zeit unter Schutz und werden jährlich von Millionen von Touristen bestaunt.

Nach der Entdeckung Amerikas kamen bisher unbekannte Nadelgehölze nach Europa – so auch der Mammutbaum. Der Rostocker Stadtförster Schramm pflanzte 1883 ein selbst aus Samen gezogenes Exemplar im Eingangsbereich an der Trotzenburg. Der imposante Mammutbaum ist heute bereits ein Naturdenkmal der Stadt Rostock und der Stolz des Rostocker Zoos. Zur Eröffnung im September 2012 wurde am Darwineum ein weiteres 12-jähriges Exemplar dieser Baumart gepflanzt.

Schlitzblättrige Buche

Neben Mammutbaum, Atlaszeder, Schindeleiche und anderen außergewöhnlichen Gehölzen pflanzte der Stadtförster Schramm an der Trotzenburg auch eine Farn- oder Schlitzblättrige Buche. Dieser Baum ist ein kleines Wunderwerk der Natur. Am glatten Stamm und an der silbrigen Rinde lässt sich auch vom Laien unschwer die Zuordnung zu den Buchen erkennen. Ein Blick auf das zierliche fiederteilige Laub bringt allerdings wieder Verwirrung. Doch es handelt sich bei diesem Baum an der Pinguinanlage tatsächlich um eine wunderschöne Form der bekannten Rotbuche. Die Blätter sind allerdings verschieden geformt: es gibt an einem Baum mehr oder weniger tief geschlitzte Blätter, ungeschlitzte Blätter (meistens an den Zweigspitzen), dazwischen aber auch normale Buchenblätter.